Öffentliche Auflage Wasserbauprojekt Verbauung Val Luven

Veröffentlichung

im Kantonsamtsblatt vom 30.07.2020

 

Öffentliche Auflage Wasserbauprojekt

Verbauung Val Luven, Gemeinde Sumvitg
Auflageprojekt Nr. 345.2-C vom Mai 2020

 

 

1.    Ort und Frist der Auflage

Das Auflageprojekt liegt vom 31. Juli bis 30. August 2020 auf der Gemeinde­verwaltung der Gemeinde Sumvitg, Via Quadras Su 10, 7175 Sumvitg, sowie beim Tiefbauamt Graubünden, Grabenstras­se 30, 7000 Chur, zur Einsicht auf (Art. 11 des kantonalen Wasserbaugesetzes; KWBG, BR 807.700). Die Unterlagen können während der Dauer der Auflage auch unter www.tiefbauamt.gr.ch > Aktuelles eingesehen und heruntergeladen werden.

 

2.    Gesuche um spezialgesetzliche Bewilligungen

Folgende Gesuche sind Teile des Auflageprojektes:

  • Gesuch um fischereirechtliche Bewilligung für technische Eingriffe in Gewässer nach Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Fischerei.
  • Gesuch um Bewilligung für das Einleiten oder Versickernlassen von behandeltem verschmutztem Abwasser nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer.
  • Gesuch um Bewilligung für die Errichtung von Bauten und Anlagen in besonders gefährdeten Bereichen des Grundwassers nach Art. 19 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer.
  • Gesuch um Bewilligung für Verbauungen und Korrektionen von Fliessgewässern nach Art. 37 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer.
  • Gesuch um Bewilligung für die Erstellung von standortgebundenen, im öffentlichen Inter­esse liegenden Anlagen im Gewässerraum nach Art. 41c Abs. 1 der Gewässerschutz­ver­ord­nung.
  • Rodungsgesuch nach Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Wald
  • Gesuch um Näherbaubewilligung nach Art. 47 des Strassengesetzes des Kantons Graubünden

 

3.    Verfügungsbeschränkung

Vom Tage der öffentlichen Bekanntmachung der Auflage an unterliegen Bauvorhaben inner-halb des vom Projekt erfassten Gebietes einer Bewilligung des Departements für Infrastruk­tur, Energie und Mobilität Graubünden. Diese wird erteilt, wenn sich das Bauvorhaben nicht erschwerend auf den Landerwerb oder die Ausführung des Projektes auswirkt.

 

4.    Einsprachen

4.1  Legitimation

Wer vom Auflageprojekt berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung geltend machen kann, ist berechtigt, Einsprache zu erheben. Einsprachebe-rechtigt sind ferner die betroffenen Gemeinden und wer nach Bundesrecht dazu ermächtigt ist.

 

4.2  Einwendungen

Es können geltend gemacht werden:

a)    Projekteinsprachen, insbesondere Einsprachen gegen das Bauprojekt und die damit verbundenen Gesuche für die spezialgesetzlichen Bewilligungen sowie gegen eine allfällige Enteignung und deren Umfang;

b)    Entschädigungsbegehren, namentlich Forderungen für die beanspruchten Rechte und andere Forderungen, die sich aus dem kantonalen Enteignungsrecht ergeben. Die Bereinigung dieser Begehren erfolgt anschliessend an die Projektgenehmigung im Landerwerbsverfahren.

 

4.3  Frist und Adressat

Einsprachen sind innert der Auflagefrist mit einer kurzen Begründung dem Departement für Infra­struk­tur, Energie und Mobilität Graubünden, Stadtgartenweg 11, 7001 Chur, einzurei­chen.

Werden nachträgliche Entschädigungsforderungen geltend gemacht, sind die Säumnisfolgen nach Art. 17 der kantonalen Enteignungsverordnung (EntV, BR 803.110) zu beachten.

 

Chur, 14. Juli 2020

Departement für Infrastruk­tur, Energie und Mobilität Graubünden

Der Vorsteher:

Dr. Mario Cavigelli, Regierungsrat